Hornet steht mit gezogenem Nadel im Nebelwald, umgeben von Ruinen

Hollow Knight: Silksong – So verändert das neue Soulslike die Metroidvania-Formel dauerhaft

Nach jahrelangem Warten ist es endlich so weit: Hollow Knight: Silksong ist da – das mit Spannung erwartete Sequel zum gefeierten Indie-Erfolg Hollow Knight. Und das neue Abenteuer enttäuscht nicht: Statt nur auf Bekanntes zu setzen, entwickelt Silksong das Side-Scrolling-Genre konsequent weiter. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Neuerungen und zeigen, warum dieses Spiel den Metroidvania-Thron verdient.

Neuerungen in Hollow Knight: Silksong

  • Hollow Knight: Silksong bringt mit der neuen Protagonistin Hornet ein frisches Bewegungssystem und vertikale Spielmechaniken.
  • Das Spiel führt eine Vielzahl neuer Waffen, Werkzeuge und Fertigkeiten ein, die das Kampfsystem deutlich erweitern.
  • Erstmals gibt es ein Questsystem, das Spielern narrative Nebenaufgaben und optionale Herausforderungen bietet.
  • Die Welt ist diesmal komplett neu gestaltet und bietet abwechslungsreiche Biome und Gegner.
  • Ein überarbeitetes Heilsystem verändert das Tempo in Kämpfen und hebt sich vom Vorgänger ab.

Heilen wird zur taktischen Schlüsselentscheidung

Ein zentrales Element des ursprünglichen Hollow Knight war das Heilen: Wer im Kampf riskierte, innezuhalten, um verloren Leben mit gespeicherter „Soul“ wiederherzustellen, ging ein hohes Risiko ein – und lebte (oder starb) mit den Konsequenzen. In Hollow Knight: Silksong wird dieser Mechanismus nicht nur verändert, sondern regelrecht transformiert. Statt der altbekannten Soul nutzt nun Protagonistin Hornet eine Ressource namens Silk, die durch Angriffe auf Gegner gesammelt wird. Mit einem einfachen Knopfdruck lässt sich nun eine Bind-Mechanik auslösen, die im Gegensatz zu früher auch in der Luft funktioniert – und gleich drei Punkte Gesundheit zurückgibt.

Diese Neuheit mag zunächst wie ein Komfortfeature wirken. Doch beim tieferen Spielen offenbart sich schnell: Heilen kostet ab sofort die gesamte Silk-Leiste. Diese Ressource ist jedoch auch Voraussetzung für besonders mächtige Angriffe. Die Balance zwischen Offensivkraft und Überlebensfähigkeit wird dadurch zu einer taktischen Meisterleistung, die an komplexe Kartenspiele erinnert, in denen man jedes Ass genau zum richtigen Zeitpunkt spielen muss. Mehr Details zu den neuen Mechaniken bietet auch die offizielle Pressevorschau im PlayStation Blog.

Ein gelungenes Beispiel für die Dramatik dieser neuen Dynamik: In einem Bosskampf springst du an den Rand einer Plattform und weißt, dass dir nur noch ein Treffer den Garaus macht. Heilung wäre jetzt möglich – aber du hast gerade genug Silk für einen Spezialangriff, der den Fight entscheiden könnte. Risiko oder Sicherheit? Silksong zwingt dich, in Sekunden strategische Entscheidungen zu treffen – und transformiert damit die bekannte Metroidvania-Formel auf faszinierende Weise.

Intelligente Gegner, die aktiv kontern

Wer Hollow Knight gespielt hat, erinnert sich sicher an die Vielzahl von Gegnern, die eher wie ferngesteuerte Zombies agierten – Opfer einer geheimnisvollen Seuche. Nicht so in Silksong. Die Feinde hier sind lebendig, aggressiv – aber auch hochintelligent. Sie täuschen Angriffe an, weichen aus, blocken deine Kombos oder kontern im perfekten Moment. Das Resultat: Jeder Kampf fühlt sich wie ein kleines Duell mit eigenen Regeln an.

Besonders bemerkenswert: Das Gameplay wird hier narrativ unterfüttert. Denn die Welt von Pharloom, in der Silksong spielt, ist nicht zerstört – sondern existiert in einer merkwürdigen Zwischenwelt florierender Lebendigkeit. Dadurch lässt sich das Verhalten dieser aktiven Gegner als Ausdruck ihrer Eigenmotivation deuten. Sie beschützen sich – ein Kontrast zur fatalistischen Welt des Vorgängers. Dieses Detail verleiht jeder Begegnung Tiefe und macht Zusammenstöße nachvollziehbar statt beliebig.

Es entsteht ein Spielgefühl, das eher an präzise Titel wie Dark Souls oder Sekiro erinnert als an ein klassisches Side-Scrolling-Abenteuer. Kein Wunder, dass Hollow Knight: Silksong in vielen Kreisen bereits als das neue „Soulsvania“ gefeiert wird.

Plattforming auf neuem Level – wortwörtlich

Was wäre ein Metroidvania ohne präzises und dynamisches Platforming? Hornet hebt das Springen und Klettern auf ein neues Niveau. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger aus dem ersten Teil kann sie nun Kanten greifen und sich hochziehen – eine Kleinigkeit, die jedoch einen gewaltigen Unterschied in Pacing und Spielfluss macht. Darüber hinaus sind längere Sprünge über Abgründe nun möglich, da Silksong zum ersten Mal „Mänteln“ erlaubt – eine Art Zwischensprung beim Rutschen über die Kante.

Ein sympathischer Nebeneffekt: Das Spielgefühl wird spürbar schneller und fühlt sich oft eher wie ein Anime-Kampf denn eine klassische Erkundungstour an. Vergleichbar ist dies mit dem Umstieg vom Laufen zum Parkour. Während Hollow Knight dich vorausschauend und defensiv spielen ließ, erlaubt Silksong ein dynamischeres, fast akrobatisches Vorgehen. Das wertet das Spielerlebnis nicht nur technisch, sondern auch emotional deutlich auf.

Die neue Agilität unterstreicht nicht nur Hornets Identität als Protagonistin, sondern bringt frischen Wind in ein Genre, das sich oft zu sehr auf bewährte Formeln verlässt. Gerade in der heutigen Spielelandschaft, in der Indie-Games zunehmend auf hohe Mobilität setzen, ist dieser Schritt ein klarer Fingerzeig in Richtung Zukunft.

Side-Quests, NPCs & mehr: Die Welt lebt wirklich

Während im ersten Teil größtenteils Einsamkeit durch verfallene Ruinen dominierte, begegnet man in Pharloom einer lebendigen, atmenden Welt voller Charaktere mit Persönlichkeit. Side-Quests sind nun nicht mehr fragmentarisch, sondern werden in einem eigenen Menü getrackt und laden zum Entdecken, Wiederkehren und Mitfiebern ein. Der stärkere Story-Fokus erinnert eher an Rollenspiele wie Hollow Knight trifft Witcher als an klassische Jump’n’Runs.

Ein schönes Beispiel: In einem kleinen Dorf triffst du auf einen Barden, der dir sein Lied vorsingt – doch wenn du später mit einem mysteriösen Instrument wiederkehrst, entfalten sich plötzlich völlig neue Dialogoptionen und Quests. Die Welt ist nicht nur bevölkert, sie reagiert und belohnt deine Neugier. Für Fans von Geschichten und Geheimnissen ist das eine echte Goldgrube.

Wenn du also zu den Spielern gehörst, die Hollow Knight primär wegen seiner geheimnisvollen Atmosphäre geliebt haben, wirst du jetzt womöglich sogar noch mehr Spaß haben. Denn Silksong macht aus passiven Beobachtungen aktive Erzählstrukturen – ein Schritt, der dem Format des Genres langfristige Relevanz bescheren könnte. Weitere Erkundungen lohnen sich besonders in Verbindung mit spannenden Tags wie Indie-Games.

Fazit: Silksong revolutioniert Side-Scroller auf hohem Niveau

Hollow Knight: Silksong macht nicht alles anders, aber vieles besser. Die neuen Heilmechaniken, das geschmeidige Bewegungssystem, herausforderndes Gegnerverhalten und eine tiefere Welt mit Story und Charakterentwicklung heben das Spiel auf eine neue Ebene im Metroidvania-Genre. Team Cherry hat mit Akribie, Kreativität und technischer Finesse ein Spiel erschaffen, das sich nicht auf dem Erfolg des Vorgängers ausruht, sondern sein eigenes, besseres Kapitel schreibt.

Ob du langjähriger Fan bist oder neu in das Franchise eintauchst – dieses Spiel ist weit mehr als eine Fortsetzung. Es ist eine Weiterentwicklung und womöglich ein wegweisender Titel für das gesamte Genre. Wer wissen will, wohin sich 2D-Side-Scroller im Jahr 2025 bewegen, kommt an Silksong nicht vorbei.

Mehr Infos und exklusive Einblicke findest du im originalen PlayStation-Blogbeitrag unter: Hollow Knight: Silksong – 8 Wege, wie es das Sidescroller-Genre weiterentwickelt.

Häufige Fragen zu Hollow Knight: Silksong

Quelle: https://blog.playstation.com/2025/09/09/hollow-knight-silksong-8-ways-it-evolves-the-side-scrolling-formula/

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