Mit dem neuen Windows 11 Insider Preview Build 26220.5790, das jetzt für alle Teilnehmer des Dev Channels verfügbar ist, macht Microsoft einen bedeutsamen Schritt in Richtung einer intelligenteren, nahtloseren Nutzererfahrung. Vor allem Nutzer von Copilot+ PCs dürfen sich auf innovative KI-Funktionen freuen, die den Umgang mit Spracheingabe und Kameraeffekten auf ein neues Level heben sollen.
- Neuer Windows 11 Insider Preview Build veröffentlicht
- Windows 11 Copilot+ PCs: KI-Funktionen für effizienteres Arbeiten
- Neue Funktionen im Explorer und in den Systemeinstellungen
- Fehlerbehebungen und bekannte Bugs – darauf musst du achten
- Warum dieses Build ein Vorbote künftiger Windows-Versionen ist
- Häufige Fragen zum Windows 11 Build 26220.5790
Neuer Windows 11 Insider Preview Build veröffentlicht
- Microsoft veröffentlicht Windows 11 Insider Preview Build 26220.5790 im Dev Channel.
- Der Build ist Teil der kommenden Windows 11 Version 25H2.
- Er richtet sich speziell an Windows Insider, die neue Features frühzeitig testen möchten.
- Das zugehörige Update trägt die KB-Nummer KB5065779.
- Weitere Details und Änderungen sind direkt im offiziellen Windows Blog nachzulesen.



Windows 11 Copilot+ PCs: KI-Funktionen für effizienteres Arbeiten
Microsoft hat im Rahmen der Windows Insider Preview Build 26220.5790 gleich mehrere neue KI-Funktionen vorgestellt, die zunächst exklusiv auf Copilot+ PCs ausgerollt werden. Ganz vorne mit dabei ist die sogenannte Fluid Dictation – eine besonders leistungsfähige Diktierfunktion, die nicht nur Spracheingabe erkennt, sondern auch die Grammatik sowie Füllwörter und Interpunktion automatisch korrigiert.
Diese Neuerung basiert auf sogenannten On-Device Small Language Models (SLMs). Die KI-gesteuerte Verarbeitung erfolgt also direkt auf dem Endgerät und nicht in der Cloud – ein Ansatz, der für mehr Datenschutz und Reaktionsgeschwindigkeit sorgt. Nutzer können die Diktierfunktion direkt über die Sprachsteuerung starten oder über das Menü manuell ein- oder ausschalten. Dabei funktioniert sie in fast allen Textfeldern – mit Ausnahme sicherheitsrelevanter Felder wie Passworteingaben.
Auch im Bereich Video und Kameraeinstellungen gibt es interessante Neuerungen: Windows Studio Effects, bisher nur mit integrierten Laptop-Kameras verfügbar, können nun auch mit externen Kameras wie USB-Webcams genutzt werden. Damit wird die Nutzung professioneller Features wie automatische Hintergrundunschärfe oder Blickkontaktkorrektur deutlich flexibler. Besonders in der Ära hybrider Arbeit ist dies ein bedeutsamer Schritt.
Ein gutes Beispiel: Viele Nutzer möchten hochwertige Konferenzen abhalten, haben aber ihre bevorzugte Webcam per USB angeschlossen. Mit der neuen Build können diese Kameras jetzt mit den gleichen KI-Funktionen genutzt werden, die bisher integrierten Linsen vorbehalten waren. Voraussetzung ist ein unterstützter Copilot+ PC – aktuell zunächst mit Intel-Chips.
Quelle: Offizieller Windows Insider Blog
Neue Funktionen im Explorer und in den Systemeinstellungen
Außerhalb der KI-basierten Neuerungen bringt das Build 26220.5790 auch klassische Verbesserungen für den Datei-Explorer und die Windows-Einstellungen. Besonders hervorzuheben ist die neue On-Hover-Funktion im Explorer: Bewegt man die Maus über eine Datei im Startbereich des Explorers, erscheinen kontextbezogene Aktionen wie „Dateipfad öffnen“ oder „Frage Copilot zu dieser Datei“. Diese Direktaktionen sparen Klicks und verleihen dem Nutzer das Gefühl eines intelligenten Betriebssystems, das mitdenkt.
Wer mit einem Microsoft-Account angemeldet ist, kann diese Funktion schon testen – für Konten von Unternehmen oder Schulen (Entra ID) ist die Integration für kommende Updates geplant. In der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EEA) ist dieses Feature allerdings zunächst nicht verfügbar.
Auch in den Systemeinstellungen zeigt das Build kleinere, aber sinnvolle Änderungen. So kehrt die Rubrik „Für Entwickler“ zurück, nachdem sie in vorherigen Versionen verschwunden war. Gleichzeitig wird das neue „Agent in Settings“-Feature ausgebaut, vorerst aber nur für Nutzer mit französischer Systemsprache.
Eine Übersicht weiterer technischer Optimierungen findet sich in der nachfolgenden Liste:
- Beseitigung bislang gemeldeter Performance-Hänger in Taskleiste und Explorer
- Korrekte Darstellung von Vorschaubildern in der Taskbar nach Auflösungswechsel
- Stabilisierung des Datei-Kontextmenüs bei bestimmten Drittanbieter-Apps
- Fehlerbehebung bei Storage-Analyse temporärer Dateien
Wer sich regelmäßig über Windows 11-Änderungen auf dem Laufenden hält, dürfte diese Entwicklungen als lang erwartete Qualitätsoffensive betrachten.
Fehlerbehebungen und bekannte Bugs – darauf musst du achten
Auch wenn Windows 11 mit Build 26220.5790 viel Feinschliff liefert, gibt es weiterhin einige bekannte Probleme und Bugs, auf die man achten sollte. Besonders Nutzer, die auf Bluetooth-Xbox-Controller setzen, sind betroffen: Hier kommt es teils zu Systemabstürzen (Bugchecks). Microsoft gibt in der Originalquelle konkrete Anweisungen zur Fehlerbehebung über den Gerätemanager.
Ein neu aufgetretener Audiofehler betrifft vor allem Teilnehmer im Dev- und Beta-Channel. Dabei erscheint im Gerätemanager ein gelbes Warnsymbol bei Audio-Treibern („ACPI Audio Compositor“) – verbunden mit der Fehlermeldung, dass der Treiber beschädigt oder nicht geladen sei. Hier hilft nur eine manuelle Neuinstallation über die Treiberauswahl.
Weitere bekannte Probleme im Überblick:
- Grüner Bildschirm beim Hibernieren mancher Geräte
- Dateiexplorer zeigt „Geteilte Dateien“-Bereich auch ohne Inhalt
- Entwicklertools wie PIX für Windows funktionieren nicht korrekt
Microsoft dokumentiert diese Bugs transparent und regelmäßige Updates bringen meist schnell Abhilfe. Wer Feedback geben möchte oder auf neue Issues stößt, sollte sich nicht scheuen, den Feedback Hub zu nutzen (WIN + F).
Warum dieses Build ein Vorbote künftiger Windows-Versionen ist
Microsoft positioniert den Dev Channel zunehmend als Testumgebung für zukunftsweisende Funktionen. Viele Features wie das neue Voice Dictation oder die erweiterte Studio-Effekt-Kompatibilität könnten dabei als Testballons dienen, bevor sie Einzug in stabile Windows-Versionen halten. Dank Technologien wie dem Controlled Feature Rollout können große Veränderungen zuerst mit einem Teil der Nutzer erprobt werden.
Die gezielte Nutzung von KI-Modellen direkt auf Geräten – ohne serverseitige Berechnung – ist ein Ansatz, der auch bei anderen Tech-Riesen zunehmend Anhänger findet. In Zukunft könnten solche „Edge-AI“-Technologien neue Maßstäbe für Betriebssysteme setzen. Für Insider bedeutet das: Wer jetzt testet, gestaltet aktiv die Zukunft des OS mit.
Abschließend gilt: Trotz einzelner Kinderkrankheiten bietet Windows 11 Build 26220.5790 eine spannende Vorschau auf das, was moderne KI-Integration leisten kann – nicht nur funktional, sondern als echtes Werkzeug für mehr Produktivität und Barrierefreiheit.
Häufige Fragen zum Windows 11 Build 26220.5790
Quelle: https://blogs.windows.com/windows-insider/2025/09/05/announcing-windows-11-insider-preview-build-26220-5790-dev-channel/





